Schröpfen & Gua Sha in Stadtlauringen

Die Schröpfbehandlung ist eine mindestens 5000 Jahre alte Therapie der chinesischen Heilkunde. Damals wurde noch mit Bambusnäpfen und Kuhhörnern bzw. via Aussaugen geschröpft. Im klassischen Griechenland gab es sogar einen Gott des Schröpfens – Telesphorus. So wurde das Schröpfen so geschätzt, dass die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde. Blutiges Schröpfen wurde früher eher als unärztlich betrachtet und ausschließlich von s. g. Badern und Steinschneidern durchgeführt.

 

Das Schröpfglas (heute aus Glas oder Kunststoff) wird auf die Haut aufgesetzt und durch einen Unterdruck (Vakuum) eine Saugwirkung auf das Gewebe ausgeübt, was meist zu einer deutlichen Rötung und/oder einem s. g. „(dunkel-) blauen Fleck“, ggf. auch Blasenbildung im Schröpfgebiet führt.

 

Durchführung:

Beim trockenen Schröpfen in meiner Praxis werden der Einfachheit halber (desinfizierbare) Kunststoffschröpfgläser mit entsprechender Pumpe (statt Gläsern, welche mittels Alkohols/Brennspiritus angezündet werden) verwendet. Diese werden punktuell auf die eingeölte Haut aufgesetzt und mit Hilfe der Pumpe ein Vakuum erzeugt. Dieser erzeugte Unterdruck lässt die kleinen Hautgefäße anschwellen, erzeugt eine Hautreizung und schließlich einen künstlichen blauen Fleck. Die Haut bleibt dabei unversehrt.

 

Beim blutigen Schröpfen wird die desinfizierte Haut vor dem Aufsetzen des Einmal-Glases noch mehrfach angeritzt, sodass durch das Vakuum Blut im entsprechenden Gebiet austreten kann. Diese verbleiben einige Minuten auf der Haut.

 

Die Schröpfmassage erfolgt ähnlich wie das trockene Schröpfen, jedoch wird das Glas durch Schieben bewegt, sodass ein Massage-Effekt erzeugt wird. Hierbei kann es ebenfalls zu roten bis blauen Hautflecken kommen, wobei die Haut unversehrt bleibt.

 

Die Gua-Sha-Behandlung ist schon seit der Antike bekannt und wurde z. B. mit Hilfe einer abgerundeten Porzellankante, einer großen Messingmünze oder der Rückseite eines Hornkammes mit Hilfe von Öl verwendet. Dabei wird die geölte Haut unter Druck des Schabers oder Löffels etc. geschabt bis eine Rötung bzw. Blaufärbung der Haut auftritt, was ggf. auch etwas schmerzhafter werden kann. GuaSha kann am ganzen Körper, hauptsächlich jedoch im Rückenbereich oder an Gelenken und Extremitäten ausgeführt werden. Durch die GuaSha-Behandlung zeigt sich auf der Haut eine Röte, welche auch ähnliche einem klein bis großflächigen Bluterguss (gelegentlich auch Quaddel- bzw. Blasenbildung möglich) aussehen kann und einige Zeit zum Abklingen benötigen kann. Wie beim Schröpfen auch, wird dies auf der intakten Haut angewendet, welche auch intakt aber „gefärbt“ bleibt.

 

Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz (§3 Nr.1): Bei einigen der hier vorgestellten Therapie-, Heil- und Diagnoseverfahren handelt es sich um  nicht wissenschaftlich und/oder schulmedizinisch anerkannte bzw. bewiesene Verfahren der alternativen Medizin, deren Wirkung schulmedizinisch und/oder wissenschaftlich noch nicht anerkannt/bewiesen sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst. Ein s. g. Heilversprechen kann zu keiner Zeit gegeben werden.